Montag, 13. Juli 2009

IXS German Downhill- Cup, Rittershausen #2


Das 2. Rennen in dieser Saison führte uns ins schöne Hessen, nach Rittershausen. Dieses kleine, fast schon Kuhdorf, befand sich an den Tagen vom 26.6.2009-28.6.2009 im Ausnahmezustand.
Dort pünktlich angekommen, suchten wir uns einen geschützten Zeltplatz, da für das Wochenende starke Gewitter angekündigt waren. Sofort war das neue Zelt durch Teamwork aufgebaut



Kurz noch das Werkzeug, die Bikes und die Bekleidung ausgeladen, ging es ab zur Startnummernausgabe. Diesmal war es die 347, welche mir nicht all zu viel Glück bringen sollte.

Nach der Startnummernausgabe ging es für uns um 14:00 zum freien Training.
Bei der ersten Abfahrt hieß es nur: Strecke angucken, schwierige Obstacles begutachten und Strecke einprägen. Die Strecke führte zuerst über einen Wiesenhang mit einem Table, dessen Landung viel zu früh begann. Danach folgte ein sehr weiter Double (Absprung, nichts, Landung), der vom Vorjahr sehr berüchtigt war. Hier hatten sich 2008 etliche Fahrer zerschossen, daher, nur angucken! Nach einer schnellen, geraden Wurzelpassage folgten einige, kniffelige Kurvenkombinationen.
Dann, der Roadgap (Sprung über die Straße).


Kurz angeguckt, andere Fahrer beobachtet, hieß es für meinen Kumpel und mich, fahren!
Nach „SchnickSchnackSchnuck“ stand das Testkaninchen (dieses Mal mein Bike- Kollege) fest. Nach einem sauberen Sprung stürzte ich mich selbst, die ca. 12m, über die Straße. Ebenfalls gut gestanden hieß es Geschwindigkeit stark reduzieren, 90° Kurve und in den Steilhang einfliegen. Auch dieser erwies sich für uns nicht als sonderlich schwer und wir waren schon bei der 1. Abfahrt gut unterwegs. Nach dem Steilhang wiederum eine enge Kurve, die, aufgrund der vielen Wurzeln, sehr schwer zum lesen war. Die Kurve einigermaßen bekommen hieß es Bremse auf. Es folgte ein sehr schnelles Stück mit 3 großen Bodenwellen, die man individuell überspringen oder wegdrücken konnte. Bei der Rittertaufe, ein Sprung über einen Matschtümpel, hieß es ebenfalls: Nicht lange angucken, fahren! Dann gings hinunter ins Dorf. Dort, der 3-4m hohe Zieldrop, der noch am gleichen Tag mein Aus bedeuten sollte. Kurz angeschaut jagte ich mich über diesen auf geradem Wege ins Ziel.


Sehr motiviert gingen wir den 2. Trainingslauf an. Alles lief perfekt. Der Double wurde erfolgreich bezwungen und die Schlüsselstellen liefen immer besser. Nach diesem Lauf ging es zurück auf den Campingplatz, direkt am See. Beim Mittagessen (Pommes mit Mayo und 2 Sprite), zogen schwarze, angst- einflößende Wolken auf, doch diese zogen über uns hinweg. Während wir jedoch auf das Shuttel warteten, das uns zum Startpunkt auf 610m bringen sollte, begegneten uns einige sehr verdreckte Fahrer. Wir machten uns noch lustig, sie wären ins Ritterbad geflogen, doch NEIN. Am Start angelangt traf uns der Schlag, unsere Kinnladen klappten herunter- Die Strecke war eine einzige Matschabfahrt. Das Gewitter muss sich voll auf dem Berg abgeregnet haben. Unsere dunkle Vorahnung, dass die Strecke sehr anspruchsvoll aufgrund der unzähligen Wurzeln und Schräghänge sei, bewahrheitete sich. Doch was soll man machen?! Ab ging’s. Alles lief perfekt, ein paar wenige „wegrutscher“, perfekt. Doch beim Zieldrop verabschiedete sich meine, ohnehin schon 3-Jahre mit Wildbad gefolterte, Felge. Bei diesem enormen Höhenschlag brachen 4 Speichennippel aus. Das Rennen war für mich gelaufen… SHIT HAPPENS!!!

Nach dem duschen ging es gemütlich Pizza essen, danach auf die Ridersparty. Doch uns war nach diesem Tag einfach nicht so sehr nach feiern, so versuchten wir um Mitternacht, die Speichen etwas fester zu ziehen. Mit Erfolg. So ging es am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, um 8 auf die Piste zum Pflichttraining. Ich machte mir noch Hoffnungen, wenigstens das Qualifying noch mit zu fahren, das gleichzeitig die Hessische Meisterschaft war. Nach wiederum 3 Abfahrten (ohne Roadgap und Zieldrop) knackte meine Felge mit jeder Umdrehung mehr. Nun war sie gebrochen und das Rennwochenende endete für mich als Zuschauer.

Doch trotz dieses Ausfalles war es ein sehr gelungenes Wochenende. Wie heißt es doch so schön: "But next year I'll come back and kick your asses...[Steve Peat]", MIT Ersatzfelge.


ride On!






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